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Hier gibt es nützliche Tips zur Schwangerschaft
21. Schwangerschaftswoche (SSW 21)
Ihr Kind nimmt sehr schnell an Gewicht zu. Bei den Mädchen wird die Scheide ausgebildet, wobei die Eierstöcke schon über sechs Millionen Eier enthalten. Voll entwickelt ist zu dieser Zeit auch das Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Dadurch ist Ihr Baby in der Lage, sich zu orientieren und sich selbst wahrzunehmen. Mit den Händen kann es jetzt schon seine Umgebung abtasten und auch Geräusche hören. So nimmt der Fetus die Darmgeräusche der Mutter, das Strömen des Blutes und den Herzschlag seiner Mutter wahr. Dies alles wirkt sicherlich sehr beruhigend. In der Entwicklung sind auch die Lungenbläschen. Leber und Milz beginnen mit der Produktion der weißen Blutkörperchen. Das Herz Ihres Babys schlägt ca. 150 mal in der Minute und transportiert dabei 100 Liter Blut pro Tag. Der Herzschlag wird bald so kräftig, dass man ihn durch die Bauchdecke hören kann. Ihr Baby kann Atembewegungen ausführen, schlucken, husten und am Daumen lutschen.
Zwischen der 19. und 22. Woche beginnt das Kopfhaar zu wachsen, Zahnleisten für die Milchzähne werden angelegt und die Haut verliert ihre Durchsichtigkeit. Sie ist mit einem feinen Flaum bedeckt, den Lanugohaaren, die sowohl schützen als auch die Körpertemperatur regulieren. Die Lanugobehaarung verschwindet normalerweise im 9. Schwangerschaftsmonat, was bei der Geburt als Reifezeichen gewertet wird. Eine weißliche, wächserne Schicht bedeckt den ganzen Körper Ihres Babys, die Vernix caseosa oder Käseschmiere. Sie schützt vor Austrocknung und Wärmeverlust, aber auch davor, dass die Haut vom Fruchtwasser zu sehr aufgeweicht wird. Der Fett-Film erleichtert später bei der Geburt den Weg durch den Geburtskanal. Um die Augenlider bildet sich ein feiner Kranz von Wimpern, die Finger und Fußnägel werden langsam härter, ebenso wie das Skelett - und auf der Brust erscheinen zwei winzige, blassrote Warzen. Alles ist in Bewegung
Ab der 20. SSW können Sie erste Kindsbewegungen spüren. Dies ist ein Zeichen, dass es ihm gut geht. Anfangs sind die Kindsbewegungen sehr zart und können sich anfühlen wie leichtes Flattern oder Klopfen. Später werden diese Bewegungen immer deutlicher und sind als kleine Verformungen auf der Bauchdecke sichtbar. Häufigkeit und Intensität dieser Bewegungen unterscheiden sich von Kind zu Kind. Nahezu schwerelos schwebt es im Fruchtwasser und schlägt ab und zu auch Purzelbäume. In der späteren Schwangerschaft lassen die Aktivitäten dann wieder nach, da das Kind die Gebärmutter komplett ausfüllt und nicht mehr viel Platz zum Drehen und Wenden hat. Noch liegt der Kopf des Kindes oben. An der linken oder rechten Bauchseite können Sie schon den Rücken ertasten - auf der jeweils gegenüber liegenden Bauchseite machen sich die Händchen bemerkbar. Der mütterliche Körper verändert sich
Der Bauch ist nun nicht mehr zu übersehen. Die nach oben wachsende Gebärmutter drückt darüber liegende Organe etwas höher. Es kann zu Sodbrennen und zu leichter Kurzatmigkeit durch den erhöhten Sauerstoffbedarf kommen. Der Druck der Gebärmutter auf die Gefäße im Becken sowie ein Mangel an Kalzium und anderen Mineralstoffen können Ursachen für Krämpfe in den Beinen sein. Durch eine gesteigerte Schilddrüsenaktivität kann es sein, dass Sie auf Hitze empfindlicher reagieren. Manche Frauen spüren jetzt schon ab und zu ein schmerzloses Verhärten der Gebärmutter. Das sind Vorwehen, die aber nur eine harmlose Körperübung sind. Sind diese Kontraktionen sehr häufig, regelmäßig und schmerzhaft, sollten Sie Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin informieren. Es könnte sich dann um echte, vorzeitige Wehen handeln. Wichtig:
Wenn bei einer Vorsorgeuntersuchung in diesen Wochen Zucker im Urin gefunden wird, müssen weitere Kontrollen und eventuell ein Glucose-Belastungstest durchgeführt werden. Ein Schwangerschaftsdiabetes kann meist schon durch Ernährungsumstellung positiv beeinflusst werden. Wenn Sie einen erhöhten Blutdruck oder Eiweiß im Urin haben, werden Sie ab jetzt etwas gründlicher überwacht. Beide Befunde können ein Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Die Präeklampsie, auch Gestose oder Schwangerschaftsvergiftung genannt, kann nicht nur die Versorgung Ihres Kindes beeinträchtigen, sondern unbehandelt in eine auch für Sie lebensgefährliche Eklampsie übergehen. In den meisten Fällen ist sie aber durch Ruhe und kleine Umstellungen in der Ernährung gut zu beherrschen.
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