wie beschreibt man den visuelle versuch von der klippe?

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Frage-Nr.: 377736  •  Beobachter: 0
Gestellt von: Anonym  
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monaco  
Bei dem Versuch geht es nicht nur um die Tiefenwahrnehmung, sondern auch um die sensorischen, motorischen und emotionalen Entwicklungen beim Kleinkind. Der Versuch zeigt, dass 4-5 Monate alte Kinder die Tiefe zwar wahrnehmen, die abnehmende Herzfrequenz ist aber ein Zeichen dafür, dass Neugier und Interesse vor Angst überwiegt und sie sich ohne Probleme über die Tiefe bewegen. Erst ab einem Alter von ca. 6 Monaten weigern sich die Kinder über die Glasplatte mit dem Tiefenerlebnis zu krabbeln. Lockt eine Mutter, zu der eine besondere Vertrauensbeziehung aufgebaut wurde das Kind über die "visuelle Klippe", überwindet sich das Kind und kommt der Mutter entgegen. Deshalb ist es wichtig, diese Vertrauensbeziehung nie zu missbrauchen.
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Von: Anonym
Die visuelle Klippe (engl. visual cliff) ist eine Versuchsanordnung zur räumlichen Wahrnehmung, die auf Eleanor J. Gibson und Richard Walk (1960) zurückgeht. Bei dem Versuch werden Kleinkinder bzw. Säuglinge in die Mitte eines Tisches gesetzt, dessen Tischplatte aus durchsichtigem Glas besteht. Die eine Hälfte der Tischplatte ist mit einem Schachbrettmuster unterlegt. Bei der anderen Hälfte wird das Schachbrettmuster auf dem Boden fortgesetzt, also etwa 1 m unter der Tischplatte, so dass ein Tiefeneindruck entsteht.
Kinder, die gerade zu krabbeln anfangen, bewegen sich in der Regel nicht über die Seite, an der das Schachbrettmuster am Boden fortgesetzt wird, wenn sie von ihren Müttern von dieser Seite gelockt werden. Anders hingegen bei der Tisch-Hälfte, die direkt mit einem Schachbrettmuster unterlegt ist.
Bei Säuglingen, die sich noch nicht fortbewegen können, hat man Unterschiede in der Herzrate feststellen können, je nachdem welcher Hälfte des Tisches sie mit dem Kopf zugewandt waren. Dabei war die Herzrate geringer, wenn sie über der Hälfte lagen, bei der das Schachbrettmuster am Boden fortgesetzt wurde, während sie auf der unterlegten Seite höher war. Auch wenn dieses Ergebnis kontraindiziert ist, zeigt es, dass schon Säuglinge fähig sind, Tiefe wahrzunehmen.
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