Buch verlegen lassen - Erfahrungen mit Dienstleistungsverlag?

Hallo liebe Community!

Mich würde interessieren, ob denn von euch schon jemand Erfahrungen mit dem Verlegen von Büchern gemacht hat? Also bei mir handelt es sich um einen Roman, aber andere Genres und Erfahrungen damit würden hier natürlich auch gehen. Ich nehme mal an, dass da nicht so viele Unterschiede vorhanden sind :)
Wie man ein Buch verlegen und veröffentlichen lässt, habe ich jetzt schon online ausfindig machen können. Dabei bin ich vor allem auf Dienstleistungsverlage wie den Novum Verlag gestoßen, die ich sehr ansprechend finde. Normale Verlage habe ich schon abgeschrieben, denn da ist es so gut wie unmöglich als Neuautor unter zu kommen.

Meine Cousine hatte letztens die Idee, dass ich unbedingt einen Blog erstellen soll und dort meine Kapitel hochladen soll. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich mich mit der Idee von einem Blog nicht ganz anfreunden kann. Das ist einfach nicht so meins. Ich glaube dafür bin einfach nicht technikaffin genug. Mir wäre ein gebundenes Buch doch wesentlich lieber. Eines, dass man mit den Händen richtig anfassen kann und man sich auch ins Bücherregal stellen kann.
Kennt sich von euch denn jemand mit diesem Thema etwas besser aus? Ich könnte hier ein bisschen Hilfe gebrauchen und auch Erfahrungswerte!

Danke!

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Gestellt von:  samson
 
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Zynoto 
Zwischen den verschiedenen Genres gibt es wenig Unterschiede, läuft eigentlich immer gleich ab. Sicher hat ein Kochbuch oder Kinderbuch mehr Bilder, sprich man benötigt dann einen Grafiker, aber beim Veröffentlichen macht es eigentlich keinen Unterschied.

Ein Dienstleistungsverlag bietet den Vorteil, etwa gegenüber dem Selfpublishing wie es Heinrich anspricht, dass man da viele Hilfestellungen bekommt. Es gibt also jemanden der die Fehler ausbessert, darauf schaut, dass die Story am Ende zusammenpasst und keine offenen Fragen bleiben,...
Da hat man dann alles unter einem Dach und muss sich um nichts mehr kümmern.
Beim Selfpublishing müsste man das alles selbst machen bzw. organisieren. Ein unkorrigiertes Buch würde ich nämlich nicht verlegen wollen. Wer will schon ein Buch lesen, wo es von Fehlern nur so wimmelt?;)
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samson 
Danke auch dir für deine Antwort!
Dass der Dienstleistungsverlag auch Hilfestellungen anbietet, ist einer der Hauptgründe, warum ich mir überlegt habe, beim Novum Verlag mein Buch verlegen zu lassen.
Ich muss ehrlich sagen, das Selbstorganisieren beim Selfpublishing setzt mir auch etwas zum da ich nicht glaube, dass ich das kann. Zumindest nicht auf dem Niveau und in der Qualität, wie ich es gerne hätte.
Und ich stimme dir vollkommen zu. Ich würde auch kein Buch lesen wollen, indem viele Fehler vorhanden sind.

Wie sieht das eigentlich bei dir aus? Hast du selbst denn schon Erfahrungen mit dem Verlegen von Büchern machen können?
Zynoto 
Selbst habe ich noch kein Buch veröffentlicht, ich interessiere mich aber ein wenig dafür. Deshalb lese ich mir recht viel darüber durch und weiß auch ein wenig Bescheid.
Genau dafür gibt es so Verlage wie den Novum Verlag ja auch, denjenigen, denen Selfpublishing zu viel ist, die sich damit nicht auskennen oder die es sich einfach nicht zutrauen, wird so auch eine Möglichkeit geben ein Buch verlegen zu lassen.
Ruf doch einfach mal dort an und rede mit jemanden von denen, natürlich würdest du auch viele Infos auf deren Homepage bzw. Blog finden. Dann hast du Infos aus erster Hand und kannst dir dann nochmal alles ruhig durch den Kopf gehen lassen.
samson 
Cool, dass du dich mit sowas auseinandersetzt! Ich weiß schon, warum ich meine Frage so gerne in diesem Forum stelle ;)
Auf der Homepage habe ich mich eh schon genauer umgesehen und dort auch die Autorenhotline entdeckt, bei der man sich beraten lassen kann. Da werden ich auch gleich morgen mal anrufen und nachfragen (steht schon in meinem Kalender).
Und ich finde es gut, dass es solche Verlage gibt, die einen bei der Veröffentlichung unterstützen und nicht den gesamten Prozess an sich reißen und dem Autor oder der Autorin keine Möglichkeit geben seine/ihre eigenen Wünsche und Idee einzubringen und durchzusetzen. Das finde ich ganz schrecklich, wenn man auf dieselben Sachen wie alle anderen zugeschnitten wird.
Zynoto 
Ja man kann sich ja mal erste Infos dazu im Netz suchen bzw. auch mal Fragen. Vielleicht hat man ja Glück und bekommt einen guten Tipp oder man erfährt wo man sich hinwenden kann. Verstehe dich daher vollkommen.

Und was haben die von der Autoren Hotline des Novum Verlags gesagt?
Hast du da nähere Infos bekommen bzw. weißt du jetzt wie du vorangehen musst?

Hat schon einige Vorteile wenn man es so betrachtet. Man muss aber auch sagen, dass sich die Leute bei den Verlagen sehr gut auskennen. Die wissen also was gerade gefragt ist, daher sollte man schon immer die Tipps berücksichtigen. Im Endeffekt wollen sie einem ja nichts böses, sie wollen ja nur, dass sich das Buch so gut wie möglich verkauft. Dazu braucht es dann auch die ein oder andere Anpassung.
Also das Foto von seinem Haustier auf dem Cover ist vielleicht schön, nur vielleicht doch nicht si geeignet für einen Krimi;)
In solchen Sachen sollte man dann schon auch auf den Verlag hören, der einem sicher davon abrät. Wenn es dann aber Menschen gibt, die Beratungsresistent sind, dann müssen die auch mit dem Ergebnis leben können.
samson 
Ja da gebe ich dir vollkommen recht! Man sollte sich solche Tipps immer zu Herzen nehmen, vor allem wenn man noch neu ist auf dem Gebiet.
Mein Gespräch bei der Autorenhotline war sehr zufriedenstellend. Man hat sich für mich ausreichend Zeit genommen und mir all meine Fragen beantwortet. Zwischenzeitlich hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, weil ich so viele Fragen hatte oder das eine oder andere nicht verstanden habe und man es mir genauer erklären musste (schließlich habe ich mit dem Verlegen von Büchern keine Erfahrungen).
Ich habe vor allem von meinem Buch erzählt, die Inhalte und was ich mir vorstelle. Dann wurde mir die Vorgehensweise erklärt und auch die verschiedenen Dienstleistungen genauer erläutert. Vor allem welche denn notwendig sind und welche man denn noch zusätzlich bei Wunsch und Bedarf in Anspruch nehmen könnte.

Ich habe dabei natürlich auch meine Wünsche geäußert und wir sind jetzt so verblieben, dass ich mein fertiges Manuskript an sie schicke und wir dann einmal das Lektorat alles prüfen lassen. Die restlichen Schritte folgen nach dem Lektorat. Ich möchte aber noch einmal mein Manuskript etwas umschreiben und noch einmal genau durchgehen, bevor ich es dem Verlag zukommen lassen.
Zynoto 
Ich denke die sind es schon gewohnt, dass da viele Fragen sind. Wenn sich der Verlag schon explizit an Neuautoren wendet, dann weiß er auch was auf ihn zukommt und welche Fragen aufkommen und im Grunde auch, dass nicht viele Bescheid wissen wie es eigentlich funktioniert so ein Buch zu verlegen. Mit dem muss man aber auch rechnen wenn man das Konzept verfolgt. Daher denke ich nicht, dass du da ein schlechtes Gewissen haben musst. Wichtig ist nur, deine Fragen wurden beantwortet und du weißt jetzt Bescheid was du zu erledigen hast.
Jetzt hast du etwas an dem du dich orientieren kannst, jetzt sollte es dir einfacher fallen.

Zu viel würde ich da nicht ändern, ein Lektorat ist ja auch dafür zuständig dir dann zu sagen was an der Geschichte nicht ganz passt. Dann kann man immer noch Änderungen vornehmen.
Wenn du jetzt damit anfängst dann findest du immer etwas was du ändern möchtest und dann überarbeitest du das ganze Buch noch einmal. Das kostet nicht nur Zeit sondern letztlich auch viele Nerven;)
Man muss auch mit dem zufrieden sein, was man mal geschrieben hat. Vielleicht würde man es jetzt anders machen, so geht es aber denke ich vielen.
samson 
Danke nochmal für die Antwort und deinen Bemühungen mich hierbei zu unterstützen :)

Ich denke auch, dass ich mit dem Novum Verlag den richtigen Partner zum Verlegen meines Buches gewählt habe. Ich bin zumindest bist jetzt durchwegs zufrieden mit meiner Entscheidung und ich denke auch, dass das bis zur Fertigstellung so bleiben wird. Ich freue mich schon so sehr, das Buch dann das erste Mal in Händen zu halten. Und vielleicht auch dem einen oder anderen Freund eine signierte Ausgabe zu schenken :D
Die Vorfreude ist riesig!

Danke für deine Hilfe! Alles Gute.
Heinrich 
Ich habe keine Erfahrungen damit, aber eventuell wäre Book-on-demand etwas für dich. Das ist eine Druckerei die aus einer von dir erstellten Vorlage ein Buch druckt.

Allerdings wird das Buch nicht auf Fehler durchsucht, wie es Verlage machen. Es wird genau so gedruckt wie du es geschrieben hast.
Du musst also selbst dafür sorgen dass keine Fehler drinnen sind, zum Beispiel indem du jemanden (oder mehrere Personen) bittest dass sie es vorher kontrollieren.
Du musst auch selbst für ein passendes Layout sorgen.
Wenn du das Buch verkaufen willst musst du das selbst machen.

Dafür bezahlst du nur die Druckkosten. Das ist auch für einzelne Bücher möglich und relativ billig.

Es gibt mehrere Anbieter, zum Beispiel:
https://www.bod.de/
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samson 
Vielen lieben Dank für deine Antwort!
Das wäre natürlich eine Option, aber ich wüsste nicht, wo ich denn jemanden finden könnte, der mein Buch auf Fehler kontrollieren kann. In meinem Freundes- und Familienkreis werde ich diese Person sicher nicht finden. Also nicht, dass ich wüsste. Das heißt, ich müsste hier dann auf einer Jobplattform oder so nachschauen. Dasselbe gilt auch für Grafiker und so. Wobei ich denke, dass ich mir das noch am ehesten selbst machen könnte.

Die Kosten aber grundsätzlich gering halten, finde ich gut. Das wäre auch meine Devise gewesen ;)

Hast du eigentlich selbst schon einmal ein Buch veröffentlich? Oder woher kommt es, dass du dich damit so gut auskennst?
Heinrich 
Nein, ich habe noch kein Buch veröffentlicht.

Der oben genannte Verlag bietet auch viele verschiedene Zusatzdienste an. Zum Beispiel Kontrolle auf Fehler. Das kostet eben zusätzlich einige Euro pro Seite. Eine Preisliste findest du auf deren Homepage unter Autorenservices unten links.
samson 
Danke für deine Antwort und den Hinweis dazu. Nur finde ich das jetzt nicht viel Unterschied zum Dienstleistungsverlag, wenn ich hier ja auch für das Lektorat extra draufzahle. Der große Unterschied wäre doch, dass ich bei dem Dienstleistungsverlag zumindest alles aus einer Hand hätte und ich dort Profis hätte, die sich darum kümmern würden. Hier wäre es doch eher nur ich alleine, der versucht die richtigen Sachen zu wählen. Meinst du nicht?
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